August 15, 2012

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Synonyme aus der Jugendsprache

Heutzutage fällt es Eltern oder generell Erwachsen oft schwer, ihre Kinder zu verstehen. Sie verwenden Wörter, die Menschen jenseits der Pubertät völlig unbekannt sind oder aber in einem gewissen Kontext fremd erscheinen. Die Sprache hat sich über die Jahre sehr verändert und bedarf daher meist einer genaueren Erläuterung, um eine störungsfreie Kommunikation zwischen den „Älteren“ und den Jugendlichen gewährleisten zu können.

Beliebte Jugendworte aus dem Jahr 2012

Fährt eine Mutter zum Einkaufen und bekommt von ihrem Kind zu hören „Mama, bring mir bitte noch ein Achselfahrrad mit“, dann wird sie vermutlich sprachlos sein. Dass unter einem so genannten „Achselfahrrad“ ein Deoroller zu verstehen ist, hätte sie wahrscheinlich nicht geahnt.  Zum Frühstück wird dann „Bienenkotze“ (= Honig) oder ein Apothekenfrühstück (= Tabletten zum Frühstück) bestellt.

Für den Sexualakt zwischen Mann und Frau gibt es zahlreiche Bezeichnungen wie zum Beispiel ablaichen, durchflöten, einparken, hägen, igeln, klatschen, mausen, reinlunzen oder Schnitzel klopfen. All dies sind durchaus bekannte Wörter, die ihrem ursprünglichen Kontext jedoch entrissen wurden.

Über Schule, Freunde und Feinde

Die Schule erhält den Namen „Gehirnleistungszellenüberanstrengungsanstalt“, der Frauenarzt wird zum „Mädchen-TÜV“ und Mundgeruch wird als „Günther“ bezeichnet. Teilweise verleiten diese Wörter schon zum Schmunzeln, können jedoch für manche Menschen sehr beleidigend sein. Wer beispielsweise als „McDonalds“ oder „Snickers“ bezeichnet wird, hat eine Augenbraue, die in der Mitte zusammengewachsen ist. Der „Klugscheisser“ wird zum „Milimeterficker“, der „MOF“ ist ein Mensch ohne Freunde, unter „Nebengeräusch“ ist der Freund zu verstehen, ein „Notkonfirmand“ ist ein körperlich unterentwickelter Junge, „Oller Gaul“ wird zu Lehrern gesagt, „Döner- oder Pummelfee“ zu dicken Mädchen und das „Weichei“ wird zum „Umgehungsstraßenbefürworter“.

Die Sprache wandelt sich über die Jahre und wird an die Gesellschaft angepasst. Dabei entstehen immer wieder Neologismen, die zunächst einer bestimmen Gruppe vorbehalten sind und sich manchmal auch im allgemeinen Sprachgebrauch durchsetzen. Auffällig ist, dass Sprache zunehmend primitiver wird und als Herabwürdigung dient, was unter anderem eine Ursache für einige gesellschaftliche Probleme, wie zum Beispiel Mobbing ist.

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