Oktober 24, 2012

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Halloween-Symbole und ihre Bedeutung

Zu Halloween werden auch hierzulande immer mehr Häuser mit Kürbislaternen, Ährenbündeln, Spinnen oder Fledermäusen geschmückt. Die Farben Orange und Schwarz sind überall präsent, Skelette, schwarze Katzen und Hexenfiguren zieren die Vorgärten. Kinder verkleiden sich als Geister und fordern in gruseligen Kostümen in der Nachbarschaft Süßigkeiten ein. Doch diese scheinbar neumodischen Erscheinungen basieren auf historischem Brauchtum mit einer hohen Symbolkraft.

Symbole mit jahrhundertealter Tradition

Halloween entstammt vermutlich der irisch-keltischen Tradition. Einwanderer brachten den Brauch anschließend aus ihrer Heimat in die USA mit. Eine Theorie sieht eine Verbindung zwischen dem heutigen Halloween und dem keltischen Samhain-Fest, welches den Beginn des keltischen Jahres kennzeichnete. Dieses begann nämlich mit dem Ende des Sommerhalbjahres und dem Erntefest. Deswegen zieren auch heute noch zu Halloween Ährenbündel und Weizengarben die Häuser und erinnern an den Wechsel der Jahreszeiten, der besonders für die Landwirtschaft von großer Bedeutung war.

Auch die Farbsymbolik zu Halloween erinnert an das alte Samhain-Fest: Orange steht sinnbildlich für den Herbst, wenn sich die Blätter verfärben und die Kürbisse reifen. Schwarz erinnert an den Übergang zur dunklen Winterzeit. Die Verwendung der Farben Orange und Schwarz wurde durch das kommerzielle, säkulare Halloween gefördert und gefestigt.

Spinnen, Fledermäuse und Skelette

Im keltischen Ursprung des Halloween-Festes war die Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Toten in dieser Nacht sehr durchlässig. Die Geister der Verstorbenen wandelten unter den Lebenden und forderten ihren Respekt und Tribut. Die Kelten glaubten, Katzen wären die wiedergeborenen Seelen von verstorbenen Menschen und könnten in die Zukunft blicken. Auch von Hexen wurde geglaubt, sie könnten sich in Katzen verwandeln. Zumindest wurde ihnen eine enge Beziehung zu den Tieren nachgesagt. Zum heutigen gruseligen Halloween passen sie daher perfekt. Auch Skelette symbolisieren die an diesem Abend durchlässig gewordene Verbindung zwischen der Welt der Lebenden und der Toten.

Ein weiteres beliebtes Halloween-Symbol sind Spinnen, die das Vergehen von Zeit darstellen und damit für Veränderung und Schicksal stehen. Außerdem mögen Spinnen staubige, dunkle Orte und sind damit für ein grusliges Halloween-Haus wie geschaffen. Auch die Dekoration mit Fledermäusen, den kleinen nachtaktiven Tieren, basiert auf historischem Brauchtum. Als in der keltischen Tradition am Abend des 31. Oktober vielerorts Freudenfeuer entzündet wurden, zogen diese Lichtquellen Motten und andere Insekten an, die von den Fledermäusen gejagt wurden. Deshalb wurde Halloween immer von Fledermäusen begleitet. Viele Menschen fürchten sich vor Fledermäusen; früher wurde sogar behauptet sie könnten mit Toten kommunizieren oder würden Blut saugen. Auch Hexen und Vampiren wird nachgesagt, sie könnten sich in Fledermäuse verwandelt.

Geisterschutz mit Masken und Kostümen

Aus Angst, die Seelen der Verstorbenen könnten die Menschen heimsuchen, schützten sich die Kelten mit Masken und Kostümen. Dadurch, so glaubten sie, würden die Wesen aus der Unterwelt sie nicht als Menschen erkennen und sie weder bedrohen noch belästigen. Heute ziehen Kinder in schaurigen Kostümen von Tür zu Tür und verlangen Süßigkeiten. Dieser Brauch etablierte sich in den 50er Jahren in den USA und geht auf eine englisch-irische Tradition zurück. Seit dem Mittelalter zogen Kinder armer Familien von Tür zu Tür und beteten gegen eine kleine Spende für die Seelen der Verstorbenen. Dieser Brauch wurde „souling“ genannt, die Kinder hießen „guisers“. Die „guisers“ trugen Lampen aus ausgehöhlten Rüben mit sich, um sich den Weg von Haus zu Haus zu leuchten. Aus den Rübenlampen entwickelten sich im Laufe der Zeit die schaurigen Kürbislaternen.

Eine Hexe, die auf einem Besenstiel am Vollmond vorbei fliegt, ist heute ein klassisches Halloween-Bild. Noch vor wenigen hundert Jahren waren Hexen sehr gefürchtet. Ihre Kräfte sollen in der Halloween-Nacht am größten gewesen sein und ihnen wurde ein Bund mit dem Teufel nachgesagt. Kein Wunder also, dass sie auch heute noch auf keiner Halloween-Party fehlen dürfen.

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