Juni 14, 2013

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Synonyme aus der Kindersprache: Mehr als Gebrabbel

Katharina

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Plötzlich sehen den Vater zwei wunderschöne Augen an und begrüßen ihn mit „Papa“. Wenn das eigene Kind die ersten Worte spricht, fließt das Herz über. Eltern sind zu Tränen gerührt und können es gar nicht abwarten, wenn ihr Kind erst mit ihnen reden kann. Etwas Geduld ist allerdings gefragt – das erste Sprechen beginnt circa ab dem sechsten Monat.

Das Vorsilben-Alter und kindliches Lallen

Im ersten bis sechsten Lebensmonat sammeln Kinder jede Menge Informationen, es ist das sogenannte Vorsilben-Alter. Nach ein paar Lebenswochen lernt das Kind, sich durch gezieltes Schreien Aufmerksamkeit zu verschaffen. Unterschiedliches Schreien verbindet das Kind mit speziellen Situationen. Dies ist natürlich noch kein Sprechen, aber dennoch versucht das Baby, sich mitzuteilen.

Schon in der sechsten Lebenswoche beginnt das Kind mit dem berühmten „Lallen“. In dieser Phase trainiert das Kind gleichzeitig seine Sprechorgane. Strampeln und die Bewegungen der Arme untermauern das Lallen oder Gebrabbel. Laute werden kombiniert und unterschiedlich eingesetzt. Die Silben werden ab dem fünften Lebensmonat immer rhythmischer, außerdem beginnt der Nachwuchs jetzt zu lächeln. Das Kind kann sich somit immer mehr und besser mitteilen, auch, wenn es mit dem Sprechen noch nicht so recht klappt.

Silben-Alter ab dem sechsten Monat

Die Muttersprache ist ab dem sechsten Lebensmonat Vorbild des Kindes. Es entwickelt Freude an Musik und Lauten und ahmt nach, was es hört. Das eigene Gebrabbel wird der Sprache ähnlicher, so kann „Papa“ zwar erstmal noch nach „Baba“ klingen, aber man weiß, was gemeint ist. Das erste, richtige Wort ist auf jeden Fall ein äußerst berührender Moment für die Eltern, auch wenn man noch nicht alles versteht, was der kleine Sprössling zu erzählen hat. Doch mit dem richtigen Einfühlungsvermögen verstehen Mutter und Vater ihr Kind von Anfang an, auch wenn es eine Weile dauern kann, bis man sich die Bedeutung manchen „Wortes“ zusammengereimt hat.

Niedliche Kindersprache

Kinder haben häufig noch Schwierigkeiten, Konsonanten wie „L“ und „M“ auseinanderzuhalten. Dabei kommen dann die niedlichsten Wörter wie beispielsweise „Waschmappen“ für „Waschlappen“ oder „wangleilig“ für „langweilig“ heraus. Häufig bezeichnen die Kinder Gegenstände auch einfach nach ihren Geräuschen, bekannt ist sicherlich der Hund „Wau-wau“ oder das Auto als „Brumm-Brumm“. Schwieriger wird es beim „Schrabb-Schrabb“, was „Hubschrauber“ bedeuten soll.

Manchmal werden auch einfach Buchstaben oder Silben verwechselt, vergessen oder verdreht wie bei „Staubauger“ für „Staubsauger“ oder „Stippenstift“ für „Lippenstift“. Wenn es natürlich so weit kommt, dass das Kind eigene Wörter erfindet, weil es nicht weiß, wie der Gegenstand heißt oder es sich den Begriff nicht merken kann, wird es schwierig für die Eltern. So können „Köfte“ zum Beispiel „Stifte“ sein, „Grumbeles“ Gummibärchen oder „Faschpettis“ Spaghetti.

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