Dezember 11, 2013

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Exitus und Co: Synonyme für den Tod und deren Herkunft

Katharina

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Um das in den meisten Kulturen tabuisierte Thema zu umgehen, haben sich die Menschen viele Umschreibungen für den Tod einfallen lassen. Diese Umschreibungen sollen vor allem trösten oder den Prozess verschönern. Doch es sind auch saloppe Bezeichnungen in der Sprache vorhanden, die den Tod in einen humorvollen Kontext setzen.

Personifizierung des Tods

Da nach dem Tod angeblich die Seele den Körper verlässt, half die Vorstellung, dass sie von jemandem abgeholt und in den Himmel begleitet wurde. So wird der Tod auch „Freund Hein“ genannt, diese Bezeichnung ist jedoch nicht sehr geläufig und stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Bekannter sind dagegen die Synonyme „Sensenmann“ und „Gevatter Tod“, letzteres wird besonders gern in der Literatur verwendet.

Der Tod in der Alltagssprache

Die bekannteste Bezeichnung für den Tod ist das Sterben. Seine Bedeutung leitet sich von „starr werden“ ab und wird schon seit dem 9. Jahrhundert verwendet. Im medizinischen Bereich ist, wenn man vom Tod spricht, eher von Exitus die Rede. Dies ist die lateinische Bezeichnung für das Ende oder den Ausgang. Man bedient sich in der Medizin des lateinischen Begriffs, da es eine alte Wissenschaft ist, deren Ursprünge mit lateinischen Bezeichnungen festgehalten wurden und bis heute verwendet werden.

Es sind aber auch sogenannte pejorative Ausdrücke im Umlauf. So wird das Wort „abkratzen“ als sehr derb und abwertend empfunden, während er in seinem Ursprung neutral ist. Die Bezeichnung ist auf die Verabschiedungsgeste der Verbeugung am Hofe und das darauf folgende Geräusch des Fußes zurückzuführen. Der Begriff erhielt erst im 19. Jahrhundert diesen Bedeutungswandel.

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