Januar 16, 2014

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Unwort des Jahres 2013: Synonyme für Sozialtourismus und Co.

Katharina

Jedes Jahr bestimmt eine Jury aus Linguisten ein Wort, das das Jahr geprägt hat, aber sehr negativ konnotiert ist, zum Unwort des Jahres. Nach Döner-Morden, Gutmenschen und Integrationsverweigerer kommt nun das neue Unwort des Jahres 2013: Sozialtourismus.

Was „Sozialtourismus“ bedeutet

Mit diesem Wort wurde 2013 gezielt Stimmung gegen unerwünschte Einwanderer gemacht. Besonders auf osteuropäische Einwanderer hatten es die Politiker dabei abgesehen. Es bedeutet, dass Ausländer zu touristischen Zwecken, also der Erholung oder zum Ausruhen nach Deutschland kommen, um sich hier am sozialen System zu laben.

Dies könne nicht pauschalisiert werden und diskriminiere alle Einwanderer, die nach Deutschland kommen. Auch diese, die hier Arbeit suchen und sich ein ernsthaftes und anständiges Leben aufbauen wollen. Zudem verschleiere dieses Wort ihr prinzipielles Recht hierzu. Das sagt jedenfalls die Jury der Universität Darmstadt, in der von der Sprachkritik-Jury jedes Jahr das Unwort des Jahres gefunden wird.

Weitere Unwörter

Dieses eine Wort ist nur ein Beispiel aus einer Reihe Unwörter dieses Thema betreffend. Ein weiteres Unwort ist „Armutszuwanderung“. Es wurde vor allem von der CSU als Synonym für gering qualifizierte Migranten, die in Deutschland vor allem Sozialleistungen in Anspruch nehmen wollen, genutzt. Ein weiteres Unwort zu diesem Thema ist „Supergrundrecht“. Es wurde 2013 ebenfalls in einem negativen Kontext zum Thema Einwanderung genutzt und bedeutet, dass jeder Einwanderer ein Recht auf soziale Sicherung verdient hat. Es wurde von Politikern aber meist ironisch eingesetzt und ist somit gleichbedeutend mit Sozialtourismus.

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