April 16, 2014

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Hasen, Eier und Co: Internationale Symbole für Fruchtbarkeit

Katharina

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Das Osterfest steht wieder vor der Tür und versüßt unzähligen Kindern mit bunten Eiern und Schokohasen den Start in den Frühling. Doch viele Menschen wissen gar nicht, dass die zu diesem christlichen Fest gängigen Traditionen auch schon in früheren Zeiten in verschiedenen Kulturen als Fruchtbarkeitssymbole verwendet wurden. Fruchtbarkeitssymbole sind so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst und auf der ganzen Welt zu finden.

Österliche Fruchtbarkeitssymbole

Bereits im 12. Jahrhundert wurde bei der damaligen Speisenweihe um die Segnung von Eiern gebeten und diese in Erinnerung an die Auferstehung Christi verzehrt – wie Jesus sein Grab öffnete, so bricht ein Küken aus der Eierschale hervor. In Deutschland ist das Färben der Eier seit dem 13. Jahrhundert verbreitet, diese wurden dann verschenkt und waren nach der Fastenzeit sehr willkommen. Früher waren die Eier zumeist rot gefärbt, da Rot die Farbe des Lebens und des Blutes, das Jesus für die Menschen vergossen hat, ist.

Doch auch andere Kulturen kennen das Ei als Symbol für neues Leben, sogar Mythen der Entstehung der Welt drehen sich um das Ei. Es wird in chinesischen, ägyptischen, hinduistischen und griechischen Sagen erwähnt und ist seit jeher als Fruchtbarkeitssymbol bekannt. Schon vor 5000 Jahren verschenkten die Chinesen jedes Jahr im Frühling bunte Eier, um das erblühende Leben zu begrüßen.

Hasen als Reproduktionsmeister

Auch der Hase gilt weltweit als Symbol für Fruchtbarkeit, was wohl an seiner großen Vermehrungsrate liegt, denn eine Häsin wirft jährlich drei bis vier Mal Junge. Schon die Römer und Germanen betrachteten den Hasen als Symbol für Leben und Fruchtbarkeit. Die christliche Hasensymbolik besteht seit dem Mittelalter aufgrund einer lateinischen Bibelübersetzung, in der der Mensch als Hase Zuflucht bei Christus, dem Felsen sucht. Wie es zur Verbindung des österlichen Eierbrauchs und dem Hasen gekommen ist, ist allerdings unklar – wenngleich eine Verbindung von Hasen zum Frühling und dem damit verbundenen Erwachen der Natur durchaus gegeben ist.

Weitere Fruchtbarkeitssymbole rund um den Globus

Als weiteres Fruchtbarkeitssymbol ist der Stier ebenfalls sehr bekannt. Besonders in alten mesopotamischen Kulturen steht er für Kraft, Potenz und Fruchtbarkeit. Auch der Apfel taucht in unzähligen Mythen weltweit auf und wird mit Leben und Fruchtbarkeit assoziiert. Apfelbäume werden in Legenden häufig als „Bäume des ewigen Lebens“ tituliert und in vielen Kulturen verehrt. Auch der Granatapfel ist wegen seiner vielen Kerne in China ein Symbol für Fruchtbarkeit und Kinderreichtum. Doch auch christliche Madonnendarstellungen aus dem Mittelalter zeigen das Jesuskind mit einem Granatapfel.

Von den Römern übernommen, steht der Pinienzapfen im christlichen Glauben für Auferstehung und Unsterblichkeit. Weitere Fruchtbarkeitssymbole sind unter anderem die Henne, verschiedene Nüsse sowie einige Pflanzensamen als Ursprung neuen Lebens.

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