September 16, 2014

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Berlinerisch: Synonyme für knorke und Co.

Katharina

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Als Synonyme werden Wörter bezeichnet, die einen ähnlichen oder gar gleichen Bedeutungsumfang besitzen. Synonyme existieren in vielen Sprachen und auch in regionalen Dialekten haben verschiedene Wörter ähnliche Bedeutungen. So entstanden beispielsweise im Berlinerischen in der Vergangenheit eine Menge eigenständiger Begriffe, die synonym mit anderen Wörtern verwendet werden können.

Synonyme und deren Bedeutung

Damit man sich beim nächsten Besuch in Berlin mit den dort lebenden Einwohnern noch besser verstehen kann, sind hier einige der bekanntesten berlinerischen Synonyme genannt. Das Wort “Knorke“ zählt mittlerweile schon fast zu einem absoluten Kult-Retro-Wort. Personen, die dieses Wort benutzen, finden etwas echt cool und toll. Das Wort “transittauglich“ stammt aus dem West-Berliner Slang. Ein transittaugliches Auto konnte damals zur Zeit der DDR problemlos im Transit durch die Bundesrepublik bewegt werden. Fahrzeuge, die nicht transittauglich waren, sollten lieber im damaligen West-Berlin bleiben, da sie sonst mitten im Osten krepieren konnten.

Wenn man in Berlin etwas für “umme“ erhält, dann ist damit keine Person gemeint. Viel mehr wird mit diesem Wort ausgedrückt, dass etwas umsonst ist und man nichts dafür bezahlen muss. Wer sich “uffmufft“, der zieht sich chic an oder brezelt sich auf. Dieses Synonym wird besonders oft verwendet, wenn sich junge Mädchen ausgehfertig machen oder ältere Frauen mit viel Make-up optisch noch einigermaßen gut auftreten möchten. Das Wort “schnumpe“ oder “wumpe“ wird ebenfalls oft verwendet, wenn jemandem etwas schnurz egal, also völlig egal ist. Wer am Imbiss ganz stilecht seine Bockwurst mit Brötchen ordern möchte, der bestellt “Brühpulla“ mit “Schrippe“.

Aufgepasst bei der Verwendung

Auch, wenn man sich eigentlich in der Verwendung solcher Synonyme sicher fühlt, so sollte man dennoch intensiv darauf achten, dass man nicht ein falsches Synonym für ein Wort benutzt. Auf diese Weise kann es leicht zu Missverständnissen kommen und Konflikte können entstehen, so wird das Wort “Atze“ beispielsweise sowohl für Bruder oder Freund benutzt, es kann aber in anderen Zusammenhängen auch als Drohung verstanden werden. Der Begriff “Feez“ steht ebenfalls sowohl für Spaß als auch für übertriebenen Wirbel: “Das macht Feez!“ ist also durchaus etwas anderes als “Mach mal nicht so einen Feez!“. Auch das Wort “Bonzen“ für gut betuchte Menschen sollte man ihnen selbst gegenüber lieber nicht verwenden.

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