August 19, 2016

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Technische Dokumentationen – Nutzen für Kunden und Hersteller

Technische Dokumentationen umfassen Dokumente und Unterlagen des Herstellers zu einem technischen Erzeugnis. So werden Informationen strukturiert dargeboten, sodass sich der Kunde über sein Produkt informieren kann.  Zweck einer Technischen Dokumentation ist es also, Informationen über die Produkte zu geben und den Hersteller abzusichern, sobald ein Gerät in den Verkehr gebracht wird. Außerdem soll durch sie geprüft werden, ob das Produkt den Anforderungen der Maschinenrichtlinien gerecht wird. Ohne technische Unterlagen darf eine Maschine nämlich weder in Betrieb genommen, noch verkauft werden. Diese Unterlagen müssen Informationen zur Konstruktion, zum Bau und zu der Funktionsweise des Gerätes beinhalten. Dazu gehören unter anderem technische Zeichnungen, Dokumente zur Risikobeurteilung, Prüfberichte oder die Montage-Erklärung.

Vorteil für den Hersteller

Technische Dokumentationen bieten dem Hersteller Rechtssicherheit. Als Beispiel für die Wichtigkeit einer solchen Dokumentation, dient der Untergang der Ostsee-Fähre Estonia, welche im Jahr 1994 gesunken ist. Das Schiffsunglück kostete rund 850 Passagiere das Leben. Der Hersteller der Fähre, die Meyer Werft in Papenburg, hatte die Möglichkeit, die Vorwürfe um Konstruktionsmängel an dem Schiff, außer Kraft zu setzen. Dies geschah mit Hilfe ihrer Technischen Dokumentation.

Besondere Textsorte

Die technische Dokumentation ist eine andere und besondere Textform. An sie sind, im Bezug auf Verständlichkeit, Eindeutigkeit und Konsistenz, besondere Anforderungen gestellt. Die Übersetzbarkeit spielt im Hinblick auf die internationale Vermarktung eine bedeutende Rolle und sollte somit schon bei der Erstellung der Texte berücksichtigt werden. Es wird eine so genannte „kontrollierte Sprache“ verwendet, die auf Regelungen und Einschränkungen in Bereichen wie Syntax, Stil und Grammatik basiert. Ziel ist es, die Funktionalität solcher technischer Dokumentationen zu gewährleisten, sodass Informationen schnell aufgefunden und erfasst werden können. Auch muss sie in einer der Amtssprachen der Europäischen Union verfasst sein. Sonderregelungen gibt es bei Bedienungsanleitungen. In diesem Fall ist es erforderlich, diese sowohl in der Amtssprache der EU, als auch in der des Landes, in dem das Produkt verwendet wird. Weitere Beispiele für Technische Dokumentationen sind unter anderem Gebrauchsanweisungen, Service- und Reparaturbücher, Handbücher und Online-Hilfen.

Sobald eine Technische Dokumentation fehlt oder unvollständig ist, muss der Hersteller also für diese haften. Diese nachzureichen ist nicht möglich. Außerdem können sie von den Marktüberwachungsbehörden zu jeden Zeitpunkt zur Einsicht eingefordert werden. Sobald diese Informationen nicht eingereicht werden können, kann die Behörde den Stopp des Verkaufes des Produkts veranlassen. Somit ist es sowohl für den Hersteller, als auch für den Kunden, eine vollständige Technische Dokumentation zu den Produkten essentiell. Den Hersteller sichert sie ab und dem Kunden bietet sie Informationen. Lesen Sie hier mehr über das Erstellen von Technischen Dokumentationen.

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